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Ufer der Erinnerung (Buch - Gebunden)

5 Sterne

Ufer der Erinnerung (Buch - Gebunden)

5 Sterne

Anna Nicholson soll ihren reichen Verlobten heiraten, um ihren Ziehvater vor dem Bankrott zu retten. Ihre Großmutter Geesje hat ihr eine andere Sicht des Lebens vermittelt, die aber schickt sich nicht für ein Mitglied der gehobenen Gesellschaft. Fieberhaft versucht Anna mehr über ihre leiblichen Eltern zu erfahren - und tritt einen Skandal los, der alles in Frage stellen könnte...

  • Artikel-Nr.: 332073000
  • Verlag: Francke Buchhandlung GmbH
  • Originaltitel: Legacy of Mercy
332.073
19,95 €
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Details

  • Artikel-Nr.: 332073000
  • Verlag: Francke Buchhandlung GmbH
  • Originaltitel: Legacy of Mercy

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Artikelinformationen

Artikelbeschreibung

Chicago 1897:
Anna Nicholson sieht ihre Zukunft schon genau vor sich: Sie wird ihren wohlhabenden Verlobten heiraten und dadurch ihren Vater vor dem Bankrott retten. Doch die Vergangenheit lässt sie nicht los. Immer wieder muss sie an ihre Oma Geesje denken, die sie gerade erst kennengelernt hat, und an Derk, den angehenden jungen Pastor. Durch die beiden hatte sie eine gänzlich andere Perspektive auf das Leben gewonnen. Doch innerhalb des engen Korsetts der gehobenen Gesellschaft zu ihren neuen Überzeugungen zu stehen, erweist sich als äußerst schwierig. Außerdem ist da noch die Tatsache, dass sie adoptiert wurde. Fieberhaft versucht Anna mehr über ihre leiblichen Eltern in Erfahrung zu bringen. Sie ahnt nicht, dass sie damit einen Skandal lostritt, der alles infrage stellen könnte.

 

Zusatzinformationen
  • Format: Buch - Gebunden
  • ISBN: 978-3-9636207-3-7
  • ISBN 10: 3963620730
  • Auflage: 1. Auflage, 27.05.2019
  • Seitenzahl: 416 S.
  • Maße: 13.5 x 21.5 x 3.5 cm
  • Gewicht: 607g

  • Mit Schutzumschlag
Beteiligte Personen

Extras

Leseprobe

Bewertungen

  • 5/5 Sterne

    Der Mensch denkt, doch Gott lenkt - auch auf scheinbar hoffnungslosen Lebenswegabschnitten

    von
    Liebend gerne und wenn möglich noch mehr als 5 Sterne!

    Ich hatte das große Glück, im Rahmen einer Leserunde diesen großartigen Roman kennenlernen zu können. Mein erster Roman dieser Autorin - auf keinen Fall der letzte!
    Auch wenn es sich bei dem vorliegenden Roman um eine Fortsetzung der "Töchter der Küste" handelt, hat dies den Lesegenuss nie erschwert:
    Der als "historischer Roman" eingestufte Geschichte handelt von der jungen und begüterten Anna Nicholson, die kurz vor Beginn des 20. Jahrhunderts in Chicago William, den einzigen Sohn eines reichen Geschäftsmannes heiraten will. Anna, die nach einem Besuch bei ihrer gläubigen Großmutter in der Stadt Holland, Michigan, ihren Alltag in der Großstadt Chicago nun auch nach der Bibel ausrichten will, stößt damit bei ihrem Verlobten auf großes Unverständnis. Obwohl sie ahnt, dass es nach ihrer Heirat kein einfacher Glaubensweg für sie sein wird, ist sie der Meinung, dass diese Heirat Gottes Wille ist, da sie damit ihren Adoptivvater vor einem finanziellen Ruin bewahren kann. Daran kann auch ihre Freundschaft mit Derek Vander, einem angehenden Pastor, den sie während ihres Aufenthaltes bei ihrer Großmutter kennengelernt hat, nichts ändern. Auch wenn sie spürt, dass sie womöglich mehr als rein freundschaftliche Gefühle für Derek hegen könnte. Mehr zum Inhalt soll an dieser Stelle nicht verraten werden. Nur so viel: Anna bleibt ihrem Glauben treu und Gott besitzt ungeahnte Möglichkeiten, um krumme Wege gerade zu biegen!
    Neben diesem Handlungsstrang um Anna gibt es aber auch Neuigkeiten über Geesje, Annas Großmutter. Sie wird aus heiterem Himmel mit der Inobhutnahme einer jungen niederländischen Auswandererin und ihres grießgrämigen Großvaters, der zudem in den Niederlanden als Pastor tätig war, konfrontiert. Geesje gelingt es auf rührende Weise, das Vertrauen der jungen Cornelia zu gewinnen bis hin zu deren großem Vertrauensbeweis, ihre Lebens- bzw. Leidensgeschichte zu erfahren. Dank Geesjes glaubensstarker Überzeugungskraft trägt sie maßgebend zu einer Versöhnung zwischen Großvater und Enkelin bei, wobei sie sich aber auch nicht davor scheut, Zweifel und Ängste zuzugeben und notfalls auch Freundinnen aus ihrer Kirchengemeinde ins Vertrauen zu ziehen und um Gebetsunterstützung zu bitten.
    Bei diesem Roman handelt es sich um die Fortsetzung des Romans "Töchter der Küste". Auch wenn mir dieser Roman nicht bekannt war, wurden durch eine geschickte Erzählweise wichtige Bestandteile in den nun vorliegenden Roman eingearbeitet, sodass man schnell mit Anna's Vorgeschichte vertraut war. Allerdings hat mich "Ufer der Erinnerung" so fasziniert, dass ich mir als Ergänzung nun auch den Vorgängerroman zulegen werde.
    Die Autorin verfügt über einen hervorragenden Schreibstil. Mitreißend, realitätsnah, spannend, glaubwürdig – vor allem, was das Praktizieren des Glaubens im Alltag beinhalten kann und vor allem, wie es in der heutigen Zeit – jederzeit – umgesetzt werden kann. Mir persönlich hat dazu besonders die Darstellung von Geesje besonders gut gefallen. Aber auch bei Anna gibt es einiges (zumindest für mich) Neues in der Umsetzung der Bibel in den Alltag zu entdecken.
    Dies war mein erster Roman, den ich von Lynn Austin gelesen habe – auf keinen Fall der letzte. Ganz im Gegenteil! Ich habe für mich persönlich eine Autorin entdeckt, die nicht nur hervorragende Romane schreiben kann, sondern die ihre Protagonisten mit Eigenschaften ausstattet, die Mut machen, die Hoffnung vermitteln und die man sehr gerne persönlich kennenlernen möchte, um mehr von ihnen zu hören und zu lernen.
  • 5/5 Sterne

    In einer Welt, die ein liebender Gott erschaffen hat, geschieht nichts durch Zufall.

    von
    Anna „Anneke“ Nicholson betrachtet nach dem Besuch bei ihrer Großmutter Geesje die Welt, in der sie lebt, mit anderen Augen. Sie fühlt sich angesichts ihrer gesellschaftlichen Verpflichtungen gefangen und empfindet ihr Dasein als nutzlos. Geesjes einfaches Leben und ihre stete Bereitschaft, alles mit anderen Menschen zu teilen, haben sie tief beeindruckt. Zurück in ihrer Heimatstadt Chicago bringt die mitfühlende junge Frau nur langsam den Mut auf, gegen den Luxus und die Exzesse der wohlhabenden Gesellschaft aufzubegehren. Um den finanziellen Ruin ihrer Familie abzuwenden, willigte sie ein, den aufstrebenden Geschäftsmann William Wilkinson aus einer wichtigen Chicagoer Familie zu heiraten. Der Mann möchte Anna die Welt zu Füßen legen, versteht jedoch weder das Bestreben seiner Verlobten, etwas über ihre leiblichen Eltern herauszufinden, noch ihren leidenschaftlichen Wunsch, Gott zu dienen. Darüber hinaus denkt Anneke oft an Derk Vander Veen, der ihr in Holland ein guter Freund geworden ist. Während Derk offen mit Anna über seine Gedanken und Gefühle sowie über seinen Glauben sprach, lehnt William ihren Wunsch nach tiefgründigen Gesprächen rigoros ab. Anna fühlt sich gefangen und ist nicht glücklich mit der Richtung, die ihr Leben genommen hat.

    Geesje de Jonge lebt in der Kleinstadt Holland in Michigan und hat dank des regen Briefwechsels mit ihrer geliebten Enkelin Anneke Anteil an deren Leben. Geesje besitzt einen sehr starken Glauben, tut vielen Menschen Gutes, und zeigt ihnen Gottes Liebe. Ihrem Sohn zuliebe nimmt sie eine junge Einwanderin namens Cornelia Den Herder bei sich auf. Die siebzehnjährige Niederländerin verlor bei einem Brand beinahe ihre gesamte Familie, ihr einziger noch lebender Verwandter ist ihr Großvater Marinus Den Herder. Der große und würdevolle Mann ist ehemaliger Pastor, er verhält sich kalt und unnachgiebig. Sein Stolz und seine Sturheit veranlassen ihn nicht selten zu einem gnadenlosen und unbarmherzigen Verhalten. Cornelia trägt schlimme Erinnerungen und eine drückende Last mit sich herum und macht es Geesje schwer, Zugang zu ihr zu finden.

    Im Nachfolgeband des beeindruckenden Romans „Töchter der Küste“ befasst sich Lynn Austin im Jahre 1897 mit Anna „Anneke“ de Jonge, die nach dem tragischen Schiffsunglück und dem Tod ihrer Mutter Christina von der wohlhabenden Chicagoer Familie Nicholson adoptiert wurde. Die beiden Schauplätze der Handlung – Holland (Michigan), und Chicago (Illinois) – stellen zugleich auch die Wohnorte der beiden Protagonistinnen Geesje und Anna dar. Die eindrucksvollen Schilderungen der Autorin vermitteln ein detailliertes Bild der Verpflichtungen und Zwänge der besseren Gesellschaft. Sie offenbaren ein Leben, das Anna seit dem Besuch bei ihrer Großmutter Geesje als sinnlos und leer empfindet. Der Gehorsam und die große Liebe zu ihren Eltern veranlassten die junge Frau dazu, sich den Wünschen und Erwartungen anderer zu fügen. Annas Wunsch, Gott zu dienen und ihr Leben wieder selbst in die Hand zu nehmen, stößt auf Ablehnung und Widerstand.

    „Du hast doch nicht die Bibel zitiert, oder? Kein Wunder, dass sie beleidigt waren. Ich dachte, du wüsstest, dass man in höflicher Gesellschaft nicht über Religion oder Politik redet.“

    „Mein Leben fühlt sich an wie ein Kreisel, den jemand anders dreht und über den ich keinerlei Kontrolle habe. Aber ich bin fest entschlossen, von jetzt an herauszufinden, wie ich ihn selbst lenken kann. „

    Annas hartnäckige Suche nach Hinweisen auf ihre leiblichen Eltern steuert schließlich auf einen Wendepunkt in dieser Geschichte zu und sorgt für einen Eklat in der Gesellschaft.

    Mit der tief gläubigen und liebevollen Geesje und ihrer Enkeltochter Anna präsentiert die Autorin zwei wundervolle Protagonistinnen, die mir bereits im Vorgängerband sehr ans Herz gewachsen sind. Doch auch die Nebenfiguren der Handlung wurden hervorragend charakterisiert. Sie ermöglichten es mir, tief ins Geschehen einzutauchen und ihre Gedanken und Emotionen hautnah mitzuerleben. Während ich für die stille, unsichtbar wirkende Cornelia Den Herder sofort Sympathie und später Mitleid empfand, waren Marinus Den Herders altmodische Ansichten, seine herrische und lieblose Art und vor allem sein Umgang mit der wohlmeinenden Geesje nicht nur für Geesje eine regelrechte Herausforderung. Mit Annas Verlobtem William Wilkinson konnte ich mich nach wie vor nicht anfreunden. Der verschlossene und disziplinierte junge Mann weist egoistische Züge auf, er stellt seinen gesellschaftlichen Status und die öffentliche Meinung über seine Beziehung zu Anna. Annekes Rivalin Clarice Beacham würde ich als klassische Antagonistin bezeichnen. Angesichts ihrer Skrupellosigkeit und ihres selbstsüchtigen und bösartigen Vorgehens entwickelte ich eine starke Aversion gegen sie. Derk Vander Veen war bereits im Vorgängerband meine favorisierte handelnde Figur. Seine schlichte, ungekünstelte Art und sein respekt- und liebevoller Umgang mit seinen Mitmenschen machen ihn zum absoluten Sympathieträger. Der angehende Pastor liebt Anneke, möchte ihrem Glück jedoch nicht im Wege stehen. Durch Annas Nachforschungen erfährt man in diesem Band auch vom Schicksal ihrer Mutter Christina, die mit ihrem damaligen Freund Jack Newell durchbrannte und nie wieder nach Holland zurückkehrte.

    Obgleich ich Bücher in der Kombination Präsens und Ich-Form grundsätzlich meide, war ich von der ersten Seite an im Bann dieser Geschichte. Lynn Austins Schreibstil kann ich einfach nur als hervorragend bezeichnen. Die Autorin besitzt das Talent, ihre Leserschaft sofort in die Geschichte einzubeziehen. Ihre lebendigen Schilderungen von Örtlichkeiten und Handlungen, aber auch die wundervolle Charakterzeichnung ihrer Figuren, machten die Lektüre dieses Buches zu einem reinen Vergnügen. Der Glaube hat bei Lynn Austins Werken einen sehr hohen Stellenwert. Die Protagonisten verleihen ihren Ängsten und Hoffnungen Ausdruck und bringen diese im Gebet vor Gott. Der enge Zusammenhalt und der wertschätzende und liebevolle Umgang miteinander zeichnen Geesjes Familie und Kirchengemeinde aus.

    „Ich weiß, dass er nicht liebenswert erscheint. Aber die nicht liebenswerten Menschen sind es, die unsere Liebe besonders nötig haben.“

    FAZIT: Dieser Roman bescherte mir eine ganz besonders beeindruckendes Leseerlebnis und hat mir ausgezeichnet gefallen. In dieser tief vom Glauben geprägten Geschichte darf man an der Seite der beiden starken Frauen miterleben, wie sie aller Widerstände zum Trotz ihren Weg im Leben finden. „Ufer der Erinnerung“ ist ein erstklassiger und tief berührender Roman einer begnadeten christlichen Autorin, den ich uneingeschränkt weiterempfehle. Über eine Fortsetzung und ein Wiedersehen mit den sympathischen Charakteren der beiden Bände würde ich mich über alle Maßen freuen.
  • 5/5 Sterne

    Ufer der Erinnerung

    von
    Chicago, 1897. Anna Nicholson wird in wenigen Monaten den Bankierssohn William Wilkinson heiraten, obwohl sie sich seit dem Kurzbesuch bei ihrer Großmutter Geesje in Holland/Michigan zu dem angehenden Pastor Derk hingezogen fühlt. Doch Annas Adoptivvater steckt in finanziellen Schwierigkeiten und die Hochzeit mit William ist der einzige Weg, die Nicholsons vor dem sicheren Ruin zu bewahren.
    Anna möchte ihr Leben nach der Bibel ausrichten, doch das ist leichter gesagt als getan, denn zum einen lassen ihr die gesellschaftlichen Verpflichtungen und Aktivitäten kaum Zeit, sich mit Gottes Wort zu beschäftigen, und zum anderen lehnen sowohl ihre Adoptiveltern wie auch William Gespräche über geistliche Themen ab.
    Der Aufenthalt in Michigan hat Annas Wunsch bestärkt, Licht in das Dunkel um ihre leiblichen Eltern zu bringen – eine Spurensuche, die der High-Society nicht verborgen bleibt und die Gerüchteküche zum Brodeln bringt…

    Ein zweiter Handlungsstrang spielt in Michigan. Die 17-jährige Cornelia ist mit ihrem Großvater aus den Niederlanden ausgewandert und findet bei Geesje eine Bleibe. Cornelia hat Furchtbares erlebt und bräuchte dringend Hilfe, doch Geesje findet nur schwer Zugang zu dem Mädchen…

    „Ufer der Erinnerung“ ist die Fortsetzung von „Töchter der Küste“ – obwohl ich den ersten Band nicht gelesen habe, konnte ich dem Geschehen bestens folgen und war schnell mit den Akteuren vertraut. Beide Handlungsstränge werden von der Autorin sehr mitreißend erzählt. Man fiebert mit Anna mit, ob sie mehr über ihre Wurzeln herausfindet; genauso leidet man mit Cornelia mit und hofft, dass sie Heilung finden wird.

    Lynn Austin stellt ein wichtiges Thema in den Mittelpunkt ihrer Geschichte - es geht um Klatsch und Tratsch, um üble Nachrede, um das Verbreiten von Gerüchten bis hin zum Mobbing. Um zu verdeutlichen, welche zerstörerische Kraft in Gerüchten steckt, hat Lynn Austin das Thema auf vielfältige Weise in die Handlung eingebaut.

    So darf Anna weder ihren Glauben ausleben, noch kann sie sich für ein soziales Projekt engagieren, weil befürchtet wird, dass es Gerede gibt und damit Williams Ansehen und Karriere schaden nehmen könnte.
    Williams Ex-Freundin Clarice verbreitet Gerüchte, um sie als Instrument für ihren Racheplan zu nutzen.
    Aus Angst vor Klatsch und Tratsch verbietet Großvater Marinus Cornelia, sich ihren Kummer von der Seele zu reden und nimmt dabei in Kauf, dass Cornelia ihre furchtbaren Erlebnisse nicht verarbeiten kann und ihren Lebenswillen verliert.
    Annas Freundinnen lästern über eine Bekannte, deren Vater in finanzielle Schwierigkeiten geraten ist und schließen sie aus der Gemeinschaft aus.

    Am Ende sind es ihre innere Stärke und vor allen Dingen ihr gewachsener Glaube, die Anna trotz aller Unwegsamkeiten die richtigen Entscheidungen treffen und ihr Glück finden lassen.

    „Ufer der Erinnerung“ hat mir sehr gut gefallen – eine Geschichte, die aufzeigt, dass man seinen eigenen Weg gehen und sich nicht von den Ansichten und dem Gerede anderer ausbremsen lassen sollte.
  • 5/5 Sterne

    Glauben, Liebe und eine geheimnisvolle Vergangenheit

    von
    In dieser Fortsetzung von „Tochter der Küste“ sucht Anna nach Hinweisen auf ihre leiblichen Eltern. Sie kennt inzwischen ihre Großmutter, Geesje, und mit Hilfe einer Detektei möchte sie mehr über die Umstände ihrer Geburt erfahren. Ihre verstorbene Mutter verließ schon als junges Mädchen ihr Zuhause, darum ist auch ihre Großmutter gespannt, was Anna über ihre Mutter herausfindet.

    Anna wurde von einer wohlhabenden Familie adoptiert. Ihr Verlobter verkehrt in denselben gesellschaftlichen Kreisen wie ihre Adoptiveltern und kann ihr ein Leben in Luxus bieten. Aber als Annas Glauben wächst und sie die Lebensweise ihrer Großmutter besser kennenlernt, entfremdet sie sich mehr und mehr vom Lebensstil ihres reichen Verlobten. Sie spürt außerdem, dass sie in Gefahr steht ein völlig fremdbestimmtes Leben zu führen. Vor allem ist sie nicht sicher, ob sie ihren Verlobten liebt.

    Im Nachbarn ihrer Großmutter hat sie einen treuen Freund gefunden, der alles für sie tun würde und sie auch als eigenständige Persönlichkeit schätzt. Aber mehr kann wohl nicht daraus werden, denn Annas Verbindung mit dem reichen William soll die Zukunft ihrer Adoptiveltern sichern, denen Anna so viel verdankt.

    Eine zweite Erzählung wird mit dieser Geschichte verwoben. Geesje möchte die verzweifelte, siebzehnjährige Cornelia unterstützen, die mit ihrem Großvater aus Holland gekommen ist. Als das Vertrauen zwischen den beiden Frauen wächst, erfährt Geesje mehr über das tragische Ereignis, das Cornelia und ihr Großvater zu der weiten Reisen bewegte.

    Die Bestseller-Autorin Lynn Austin schafft mit dieser historischen Erzählung Charaktere, die man meint persönlich zu kennen. Anna ist noch unsicher in ihrem neugefundenen Glauben. Sie bemüht sich darum das Richtige zu tun, auch wenn es sie viel kostet. Der Leser bangt mit, wenn sie schwere Entscheidungen trifft, zum Beispiel, ob sie mehr von ihrer Vergangenheit aufdecken will.

    Geesje ist eine weise, alte Frau. Manchmal meint sie es vielleicht zu gut, wenn sie anderen eindringlich rät, was sie tun sollen, aber sie ist auch zur Korrektur bereit. Cornelias Großvater geht einen schweren Weg der Selbsteinsicht. Mit jeder Persönlichkeit, die im Laufe der Geschichte Erkenntnis gewinnt, lernt der Leser so manches für sein eigenes Leben.

    Der Glaube, der vor allem bei Geesje und Derk sichtbar wird, ist eine große Stütze und Hilfe für den Alltag. Gnade und Wiederherstellung spielen bei dieser Erzählung ebenso eine Rolle, wie die Bereitschaft Gott zuliebe unbequeme Entscheidungen zu treffen.

    Fazit: Eine spannende, historische Erzählung, bei der Leser ganz nebenbei wichtige Lebenslektionen lernen. Ein sehr empfehlenswertes Buch für genussvolle Lesestunden.
  • 5/5 Sterne

    Wohlverdiente 5 Sterne

    von
    Waves of Mercy, Band 2: Chicago, 1897. Anna steht vor der Hochzeit mit William, dem einzigen Sohn einer einflussreichen Chicagoer Familie. Sie langweilt sich, denn sie will mehr vom Leben, als nur Dinnerpartys und Teegesellschaften zu geben. Ihr Verlobter verbietet ihr, sich sozial zu engagieren oder öffentlich über den Glauben zu sprechen. Sie muss immer wieder an Oma Geesje denken, die sie erst vor Kurzem kennengelernt hat – und an Derk, den zukünftigen Pastor. Anna, die als Kleinkind adoptiert wurde, versucht, mehr über ihre leiblichen Eltern zu erfahren und löst unerwarteterweise eine Lawine aus…

    Erster Eindruck: Das Cover gefällt mir sehr gut – ich mag stimmungsvolle Fotografien in Verbindung mit Wasser. Die Frau, die auf dem Felsen sitzt, ist mir erst beim näheren Betrachten aufgefallen.

    Das Buch spielt hauptsächlich 1897 in Chicago sowie Holland, Michigan, USA, und in Rückblenden 1871/72 (USA) sowie 1893 (Niederlande). Dies ist der Folgeband zu „Töchter der Küste“, den ich erst vor ein paar Tagen gelesen habe. Das vorliegende Buch kann sicherlich ohne Kenntnisse des Vorgängerbandes gelesen werden, aber für mehr Lesegenuss empfehle trotzdem, die Reihenfolge einzuhalten.
    Annas Heirat steht bevor, aber sie interessiert sich nicht für die Hochzeitsvorbereitungen – im Grund der Dinge will sie William gar nicht heiraten. Sie will mit dieser Verbindung die finanziellen Schwierigkeiten ihres Vaters beseitigen und sich dafür opfern. Seit sie ihre Oma Geesje kennengelernt hat, fällt ihr auf, wie langweilig und wenig sinnvoll ihr Tagesablauf ist. Wenn Anna in Holland ist, kann sie sein, wie sie wirklich ist, aber in Chicago erdrücken sie die gesellschaftlichen Verpflichtungen. William interessiert sich nicht wirklich für ihre Belange – sie muss lernen, ihre Bedürfnisse zu äussern und dafür einzustehen. Die Recherchen über ihre leiblichen Eltern bzw. ihren Vater bringen grosse Unruhe mit sich.
    Geesje kriegt einen Hausgast: Cornelia, die 17-jährige Enkelin von Dominee den Herder, die aus den Niederlanden kommen. Der Dominee, der im Nachbarhaus bei Derk und seinem Vater Unterschlupf findet, wirkt wütend und unnahbar, aber vielleicht versteckt er seine Sorge um die Enkelin hinter dieser Wand aus Wut… Was haben die beiden erlebt? Wieso haben sie so ein schlechtes Verhältnis? Geesje hat ihre Freundinnen gebeten, mit ihr für Cornelia und ihren Grossvater zu beten. Schön fand ich, dass es ihr sofort leichter ums Herz wurde, da sie die Last mit den anderen teilen konnte. Die Wortgefechte mit dem Dominee über die Auslegung der Bibel haben mir gut gefallen.
    Derk hat mir – wie bereits in Band 1 – sehr gut gefallen. Ein junger Mann mit Charakter, der zu seinen Überzeugungen steht.

    Fazit: Beeindruckend, dramatisch, ergreifend – ein wunderbares Buch über den Glauben, Erwartungen und Entscheidungen, das man mit leisem Seufzer nach der letzten Seite zuklappt. Wohlverdiente 5 Sterne.
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